Digitale Lernspiele im Unterricht – über einen „hexagonalen“ Design-Thinking-Workshop

15. Dezember 2017

Doppelte hexagonal-Premiere diese Woche im FLL.wien. Einen Tag nach der Veranstaltung über die Datenschutzgrundverordnung folgte am 12.12. ein Nachmittag über digitale Lernspiele, initiiert durch und in Zusammenarbeit mit der Julius-Raab-Stiftung, deren Geschäftsführerin Elisabeth Mayerhofer auch den Workshop nach Design-Thinking-Methode genial moderierte. Im Zentrum der Diskussion stand die Frage, was es bräuchte, dem Einsatz digitaler Lernspiele im Unterricht zum Durchbruch zu verhelfen – und zwar konkret und zeitnah. 

Working Paper „Digitale Lernspiele“

Die Julius-Raab-Stiftung plant die Entwicklung, Diskussion und Publikation eines Working Papers zum Thema, das im kommenden Frühjahr u.a. der Politik als Anstoß und der Öffentlichkeit als Orientierungshilfe zur Verfügung stehen soll. Damit das Hand und Fuß hat, wurden Persönlichkeiten quer durchs Bildungswesen eingeladen, sich in einer gemeinsamen Überlegungs- und Diskussionsphase mit der Leitfrage des Treffens auseinanderzusetzen.

  

Schritt 1: Die „Landkarte“

Jeder seriöse Diskurs muss sich eingangs die Frage stellen, welche „Stakeholder“ für eine Thema relevant sind. (Erwartbares) Aha-Erlebnis: Wenn man das Wissen bündelt, dann sieht das im Vorfeld im Rahmen von Telefoninterviews erhobene Bild im Anschluss an eine gemeinsame Nachdenkphase entschieden bunter und vielfältiger aus:

  

Schritt 2: Dramatis Personae

Eines der Design-Thinking-Tools sieht vor die Thematik bewusst aus mehreren Blickwinkeln zu betrachten. Dafür werden sog. „personae“ entwickelt, die alle unterschiedliche Zugänge haben. Die in unserem Fall mitgebrachten sechs (Schulbuchverlag, Pädagogin/Pädagoge, Pädagogische Hochschule, Politik, Schüler/innen, Edu-Tech-Unternehmen, Schulaufsicht) wurden durch die Teilnehmer/innen spontan um zwei weitere ergänzt: nämlich die Gruppe der Eltern sowie der Game-Designer/innen.

  

Dieser Übung in Empathie und Vorstellungsvermögen folgte eine hochinteressante und durchaus kontroverse – und alle anwesenden entschieden bereichernde – Präsentationsrunde. Vom Ruf nach „pädagogischem Risikokapital“ zur Finanzierung und Förderung von einschlägigen Innovationen über den Wunsch, Erlebnisbrücken und Settings zum Kennenlernen „spielerischer“ Angebote zu setzen bis hin zum emotionalen Einwurf, ob man denn im Schulbereich nichts wichtigeres zu tun hätte, als das Augenmerk auf einen kleinen Nebenschauplatz zu richten, reichte das Ergebnis dieser Sammelphase.

Schritt 3: Lösungsideen

So what? In einer furiosen Schlussrunde wurde abschließend gemeinsam nach Ansätzen und Ideen für Lösungen und nächste Schritte in der Sache gesammelt. Ein einhelliger Befund lautete: Wir wissen zu wenig; wir können uns zu wenig vorstellen; wir sollten uns besser vernetzen; es sollte geforscht bzw. Forschungsergebnisse und insbesondere die Geschichten des Gelingens (aka „good practice“) gesammelt, erzählt und verbreitet werden.

Next step – und diesem Ergebnis soll hier nicht vorgegriffen werden: Jetzt ist die Julius-Raab-Stiftung am Zug. Und wenn Sie am Ergebnis interessiert sind, dann halten wir Sie sicherlich auch hier auf dem Laufenden …

Statt eines Schlusswortes …

… lieber ein Schlussbild. Weil so schaut’s nämlich aus! 😉

Abspann - gewissermaßen ;-)

Ich finde das Thema grundsätzlich gut und ich will mehr darüber lernen.

Thomas Nárosy

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