edu-Makerspace Favoriten

20. Dezember 2019

Das Future Learning Lab hat eine erfolgreiche Projekteinreichung beim Digitalisierungsfonds der AK Wien zu verzeichnen

https://wien.arbeiterkammer.at/service/digifonds/index.html

Im geförderten Projekt “edu-Makerspace Favoriten“ wird bis Herbst 2020 eine Pilotphase an 12 Schulen (5 VS, 4 NMS, 2 AHS, 1 PTS) in Wien Favoriten stattfinden.

Kern des Projektes ist die Etablierung eines Innovationsraumes an 12 Schulen in Wien Favoriten; 5 VS, 4 NMS, 2 AHS, 1 PTS werden an dem Projekt teilnehmen.

Die MAKER-Idee wird seit einigen Jahren von der TU Graz (MAKER-Days for Kids 2019; betreute Lehr-Lernlabors) an der TU Graz), Salzburg Research (Mitwirkung am europäischen Projekt DOIT) und österreichischen Schulen in Kooperation mit dem europäischen Schulnetz umgesetzt.

Pädagogisch-didaktische Besonderheiten der Maker Education:

Beim Making wie der Maker Education werden (digitale) Werkzeuge genutzt und liegt der Fokus auf einem konkreten (auch digitalem) Produkt (oder auch Prototyp), die Teilnehmer/innen sind die Handelnden. Maker Education ist dabei interdisziplinär, das heißt die kreative Arbeit an konkreten Problemen und Projekten macht es häufig notwendig, Wissen aus unterschiedlichen Disziplinen zu kombinieren.

Zitat aus 

https://www.researchgate.net/publication/335540996_Making_-eine_Bewegung_mit_Potenzial (09-2019)

Konkret wird bei diesem Projekt die am FLL entwickelte 1k Maker Idee, also eine für Schulen leistbare Grundausstattung (ca. € 1.000) erprobt; an Volksschulen stärker analog beginnend und danach mit zB BeeBOTs fortgesetzt. Computational Thinking steckt ebenfalls dahinter wie auch die Vermittlung digitaler Grundkompetenzen. NMS und AHS sowie PTS widmen sich verstärkt dem Einsatz von 3D Druckern (mögliche Ergebnisse siehe Bilder; produziert am FLL in den letzten Tagen und auch auf der Interpädagogica 2019) und Laser-Cuttern; dabei steht der Gegenstand „WERKEN“ im Mittelpunkt des Geschehens und der Veränderung, die dieser Gegenstand gerade im 21. Jhdt. durchläuft.

Die Arbeitspakete beinhalten u.a. Schulausstattungen, Technikbetreuung, Workshops, Communitybildung (CoP), Öffentlichkeitsarbeit, Evaluation und Incentives für Lehrende

Eine Besonderheit des Projektes bildet die Vernetzung aller Teilnehmer mittels der Methode CoP (Community of Practice), die im Nationalen Bildungsplan (2019 veröffentlicht) empfohlen wird.

Projektziel: Zeitgemäßer Unterricht im 21.Jhdt durch Etablierung des Makerspace Grundgedankens im Unterricht: 

  • in der Sek I (NMS, AHS) wird der Gegenstand Werken und Textiles Gestalten in den Mittelpunkt gestellt und “lehrplangemäß “aufgewertet”;
  • in der Volksschule werden spielerische Ansätze (analog und digital) genutzt, um Interesse (insbesondere der Mädchen) für z.B. “das Dahinter” (Deconstruction) und Creation zu wecken; der haptische Ansatz steht hier im Mittelpunkt.

Weiterführende Informationen zum Projekt:

Für Arbeitnehmer*innen bedeutet Digitalisierung, Automatisierung und Industrie 4.0, dass sich ihr Arbeitsplatz verändert und immer komplexere Aufgaben übernommen werden müssen. Die daraus entstehende Notwendigkeit nach höherer Qualifikation aller Arbeitnehmer*innen ist herausfordernd und durchaus verbesserungswürdig; das gilt auch für den Lehrberuf. Themen wie Design Thinking, Coding, etc. müssen zu Kern-Inhalten aller Lehrpläne werden und dürfen nicht einer (zu kleinen) Elite von TU-Absolvent*innen vorbehalten bleiben.

  • Das Future Learning Lab Wien (FLL) will zunächst an 12 Schulen (Pilotphase) und dann an allen Schulen des 10. Wiener Gemeindebezirks (50 Standorte, Ausbaustufe 1, nicht Gegenstand dieses Antrags)  mobile und stationäre Maker-Labs einrichten und Lehrer*innen dabei begleiten und unterstützen, diese Labs als zunehmend selbstverständlichen Teil unterschiedlicher Unterrichtsfächer rund um Werken und Textiles Gestalten (Sek I) zu nutzen.
  • Der Schlüssel zum Umgang mit Digitalisierung in Schulen sind die Lehrer*innen. Aus diesem Grund werden sie im Rahmen dieses Projekts, wie vom Nationalen Bildungsbericht 2018 empfohlen, in einem CoP-Umfeld (Communities of Practice mit Phase 1 “Potenzial erkennen” und Phase 2 “Zusammenwachsen” eingebunden), um gemeinsam zu lernen, Erfahrungen austauschen und einander zu unterstützen. Je nach Entwicklung und Möglichkeit werden vorbereitende Maßnahmen für die Einbindung weiterer Lehrenden und Lehramtsstudierenden gesetzt (Vorbereitung von Phase 1)
  • In Kenntnis der bestehenden Anforderungen an den sich ändernden Lehrer-Beruf sollen entsprechende Incentives eingesetzt werden, um Wertschätzung auszudrücken.

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